History

"

Wie der Donnerdrache fliegen lernte

 

Ein Rückblick auf die Geschichte der THUNDER DRAGONS

vom Team Captain Dirk Breburda

 

 

Eigentlich begann unsere Geschichte im Jahr 2007 mit der Gründung eines anderen Teams, den BOSS HOSS BULLS. Ein wilder Haufen aus kräftigen Kerlen und harten Mädels, welche sich nach wenigen Trainingseinheiten in ein Drachenboot setzten und entfernt von jeglicher Technik die Gegner in der FUN-Klasse in Grund und Boden fuhren.

Man hatte also Blut geleckt, trainierte im folgenden Jahr beim KC Friedrichsfeld und gewann auch direkt die erste Heimregatta überlegen. Im Finale übrigens unter anderem gegen die Dahlsen Dragons aus Bochum, zu dieser Zeit eine echte Hausnummer im Drachenbootsport. Auch traf man schon damals auf die Lokalmatadoren der ALU-Dragons,

doch dazu später mehr.

Weitere Erfolge wurden auf Regatten wurden eingefahren, doch Unstimmigkeiten über den Trainingsort kamen auf. Die eine Hälfte wollte nach Duisburg wechseln, die andere wollte beim Heimatclub in Friedrichsfeld bleiben. Es kam zur Trennung und zusammen mit dem heutigen Vize Captain Jens Thiel gründete Ich im Januar 2009 die THUNDER DRAGONS.

 

Zur verbleibenden alten Truppe kamen schnell neue, motivierte Leute zusammen , man trainierte kontinuierlich und wir entwickelten uns immer mehr zu einem sportlich ambitionierten Team.

Schnell stellten sich auch Erfolge auf den Regatten ein. Bis zum Jahr 2013 auf das ich noch gesondert eingehen werde, gewannen wir jedes Jahr die Friedrichsfelder Heimregatta, später auch im neu aufgestellten Sport-Cup, wobei wir in schöner Regelmäßigkeit auf die ALU-Dragons trafen. So entwickelte sich, sagen wir mal, eine gesunde sportliche Rivalität.

Nach Erfolgen bei namenhaften Regatten auf dem Freiwasser nahmen wir aber auch an der Deutschen Meisterschaft im Indoor-Dragonboating teil, welche jährlich im Hallenbad Minden stattfindet. Dort liegen zwei Drachenboote nebeneinander im Becken und sind mittels Seilrolle miteinander verbunden. Nach dem Prinzip des Tauziehens versucht das eine Boot das andere in die Endzone zu ziehen oder zumindest einen Vorsprung herauszufahren. Und das im stehenden Wasser über maximal eine Minute, wie diese Übung die Muskulatur beansprucht kann  sich wohl jeder Paddler vorstellen!

Wir sind dort zwei Jahre hintereinander bis ins Halbfinale vorgestoßen und haben uns mit absoluten Leistungsteams wie Hannover All Sports, Roter Drache Mülheim, Steel Dragons Brandenburg ect. gemessen. So stehen zwei achtbare 4te Plätze bei der DM und ein toller Bericht im NDR Fernsehen über uns zu Buche.

Ach so, da gibt es noch etwas. Die THUNDER DRAGONS sind immer noch amtierender Weltmeister im Ice-Dragonboating – kein Scherz:-) Im ISS Dome in Düsseldorf wurde 2009 letztmalig eine offizielle Weltmeisterschaft in dieser Disziplin ausgetragen. Dort stehen 5-Bank Boote auf Kufen, rechts und links sind dicke Tampen gespannt. An diesen zieht man das Boot einmal durch die Halle in die Wechselzone, aufstehen, andersherum hinsetzen und das ganze Retour. Mit 10 kräftigen Donnerdrachen wurde dort zur Überraschung der etablierten Teams der WM-Titel „eingezogen“.

Nun, unser Hauptaugenmerk liegt natürlich auf dem Wasser. So gingen die Jahre mit Erfolgen und manchmal auch Niederlagen ins Land. Das Jahr 2013 begann und plötzlich erging es uns wie vielen anderen Mannschaften auch, einige Teammitglieder hörten aus den unterschiedlichsten Gründen mit dem Sport auf und wir standen nur noch mit einer Rumpftruppe da, mit der kaum noch der Betrieb aufrecht zu erhalten war. 

So komme Ich also zu den Anfangs erwähnten „Alus“ zurück. Anfang des Jahres traf ich

mich mit Eric Bückemeyer, dem ehemaligen Captain der ALU-Dragons, die sich in der Zwischenzeit aufgelöst hatten. Man beschnüffelte sich in einem Gespräch und merkte,das die Chemie stimmt. Anschließend durften wir 8 neue Teammitglieder bei den THUNDER DRAGONS begrüßen.

 Zudem stießen aus Fun-Teams noch weitere Leute zu den Thunder Dragons, die Spaß an dem Sport und an unserer Gemeinschaft gefunden haben. So trainierten wir zweimal wöchentlich auf dem Wesel - Datteln - Kanal um uns auf die große Regatta auf dem Phönixsee in Dortmund vorzubereiten. Was haben die Jungs und Mädels mich innerlich als Schleifer verflucht, wenn sie sich nach dem Training ausgepumpt aus dem Boot gehievt haben:-) Aber wie sagt man so schön: Ohne Arme keine Kekse!

Nun, was soll Ich sagen. Ohne Übertreibung kann man behaupten, in Dortmund wurde von uns ein Ausrufezeichen gesetzt, wir haben mit fast 3 Sekunden Vorsprung überlegen das große Finale gewonnen! Welch ein Glücksgefühl für das neu formierte Team!

Ein paar Wochen später stand in Bochum-Dahlhausen die Regatta „Der Pott brennt“ vor der Tür. Nach hervorragenden Zeiten in den Vorläufen belegten wir Platz 2 im Gesamtklassement und standen wiederum im großen Finale! Hier fuhren wir gegen die Centro-Dragons, ein Leistungsklasse Team aus Oberhausen. In einem Herzschlagfinale mußten wir uns mit nur 2 Zehnteln am Ende geschlagen geben und belegten am Ende einen tollen zweiten Platz!

 

Abschließend möchte Ich noch hervorheben, wie aus zwei ehemaligen sportlichen Rivalen

und neuen Leuten ein tolles Team zusammengewachsen ist. Wir treffen uns auch abseits des Wassers zu verschiedenen Aktivitäten, das fördert den Teamspirit und schweißt zusammen. Denn eines darf allen sportlichen Ambitionen zum Trotz nicht fehlen: Der Spaß an der Sache und an der Gemeinschaft!

Falls sich also noch jemand für diesen Sport, für Teamgeist und Gemeinschaft begeistert, ist er bei uns jederzeit herzlich willkommen, Kontaktdaten gibt es hier auf der Homepage.

 

Zu guter Letzt möchte Ich mich bei einigen Donnerdrachen noch besonders bedanken :

 

Bei meiner Tochter Celina Breburda,die zu jeder(!) Regatta an Bord ist und als Trommlerin alles gibt (alle Eltern eines Teenies werden mich verstehen), bei Simona Hensel für die Kontaktarbeit zum Verein,bei Michael Hensel für die Bestellungen und Bearbeitung der Teamkleidung, bei unseren Mädels,die uns immer mit leckeren Sachen auf den Regatten versorgen, bei Rainer Neuköther und  Björn Bernds für die Orga des Transports und bei Vera Nicolaus für das Finanzmanagement.


 Also, "Paddel vorraus" und donnernde Grüße an alle Freunde des Drachenbootsports wünschen die
Thunder Dragons

 

Dirk Breburda

Team Captain

 


"